Häufige Fragen (FAQ)

Was ist ALKIS?

Das Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS) ist der bundesweit einheitliche Standard, in dem die Vermessungsverwaltungen der 16 Bundesländer das Liegenschaftskataster führen. Es enthält u. a. Flurstücke, Gebäude und die tatsächliche Nutzung der Erdoberfläche. Viele Länder geben diese Daten inzwischen als Open Data frei — dieses Portal bündelt sie und stellt sie einheitlich aufbereitet bereit.

Welche Daten kann ich hier herunterladen?

Drei Datenebenen, jeweils einzeln oder als Komplettpaket:

In welchen Gebietseinheiten gibt es die Downloads?

Auf drei Ebenen: pro Bundesland, pro Kreis (Landkreis/ kreisfreie Stadt, AGS-5-Schlüssel) und pro Gemeinde (AGS-8-Schlüssel). Einfach auf der Karte die Ebene wählen und das gewünschte Gebiet anklicken.

Welches Format und welches Koordinatensystem haben die Daten?

Alle Downloads sind GeoPackages (.gpkg) in EPSG:25832 (ETRS89 / UTM Zone 32N) — unabhängig davon, in welchem Format oder System das jeweilige Land die Daten ursprünglich bereitstellt. Ein GeoPackage enthält je nach Download die Layer flurstueck, gebaeude und nutzung.

Gibt es die Daten auch als DXF für CAD?

Ja, über die Ausschnitts-Funktion: „Ausschnitt wählen“, Rechteck aufziehen und als Format DXF wählen (oder per API: format=dxf). Flurstücke, Hausumringe und Nutzung landen als geschlossene Polylinien auf getrennten CAD-Layern, Koordinaten in EPSG:25832 (UTM 32N). Zu beachten: DXF kennt keine Attributtabellen — Flurstückskennzeichen, Nutzungsart usw. sind nur im GeoPackage enthalten. Wegen der Dateigröße gilt für DXF ein Limit von 100.000 Features pro Abruf.

Wie öffne ich ein GeoPackage?

Am einfachsten mit QGIS (kostenlos): Datei einfach per Drag & Drop ins Kartenfenster ziehen und die gewünschten Layer auswählen. GeoPackage wird daneben von praktisch jeder GIS-Software unterstützt (ArcGIS, GDAL/OGR, R/sf, Python/GeoPandas, PostGIS …).

Sind die Daten wirklich kostenlos? Auch kommerziell?

Ja. Die Quelldaten stehen unter offenen Lizenzen der Länder (Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 bzw. CC BY 4.0; NRW sogar dl-de/zero). Beide erlauben kommerzielle Nutzung — Bedingung ist lediglich der Quellenvermerk des jeweiligen Landesamts, den du im Download-Popup und unter „Quellen & Lizenzen“ findest.

Wie aktuell sind die Daten?

Die Länder aktualisieren ihre Open-Data-Abzüge unterschiedlich oft (täglich bis quartalsweise). Dieses Portal ruft die Quellen regelmäßig ab und verarbeitet nur geänderte Datenbestände neu. Der Stand entspricht dem jeweils letzten erfolgreichen Abruf der Landesquelle — die aktuelle Übersicht je Bundesland steht auf der Seite Datenstand.

Warum gibt es für Bayern keine Flurstücke?

Bayern stellt als einziges Land keinen vollständigen ALKIS-Bestand als Open Data bereit — frei verfügbar sind dort nur Hausumringe und die tatsächliche Nutzung. Flurstücke gibt es in Bayern nur kostenpflichtig über die Bayerische Vermessungsverwaltung.

Fehlen Eigentümerdaten?

Ja, bewusst: Alle Länder veröffentlichen ALKIS als Open Data grundsätzlich ohne Eigentümer- und Personendaten („ALKIS ohne Eigentümerangaben“ bzw. „ALKIS-vereinfacht“). Für Eigentümerauskünfte ist das jeweilige Katasteramt zuständig (berechtigtes Interesse erforderlich).

Kann ich die Downloads auch automatisiert abrufen?

Ja. Alle Dateien liegen in einem öffentlichen Object Storage; die Datei manifest.json listet sämtliche verfügbaren GeoPackages mit Größe. Die URLs folgen dem Muster /state/alkis_<LAND>.gpkg, /kreis/alkis_kreis_<AGS5>.gpkg, /gemeinde/alkis_gemeinde_<AGS8>.gpkg — jeweils optional mit Suffix _flurstueck, _gebaeude oder _nutzung.

Gibt es eine API bzw. einen WFS für den Zugriff aus Code/GIS?

Ja, zwei Wege:

Beide Dienste sind ratenlimitiert und für Ausschnitte gedacht — für Massendaten bitte die vorbereiteten GeoPackages nutzen.

Woher stammen die Verwaltungsgrenzen auf der Karte?

Für die Kartendarstellung aus dem Datensatz VG25 (Verwaltungsgebiete 1:25 000) des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (© GeoBasis-DE/BKG, dl-de/by-2-0). Die räumliche Zuordnung der ALKIS-Objekte zu Gemeinden und Kreisen erfolgt dagegen katasterscharf über den Gemarkungsschlüssel der Flurstücke — genauer als jede generalisierte Verwaltungsgrenze.

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